Passt nahezu exakt zum 45-mm-Systemgleis: Spur IIm.
Modellbau & BeschriftungZur LGB-Seite Gartenbahn-Wissen · Spur G · 45 mm
Große Bahn.
Kleine Spur.
Der verständliche Einstieg in LGB, Spur G und IIm – mit Epochen, Western- und US-Themen, echten Vorbildern und Ideen für die eigene Gleisanlage.
- Modellspur
- 45 mm
- Klassischer Maßstab
- 1:22,5
- System
- Spur G / IIm

LGB, Spur G und IIm:
drei Begriffe, ein Gleis
LGB steht historisch für Lehmann-Groß-Bahn. Das System fährt auf 45 Millimeter breitem Gleis. Für meterspurige Vorbilder im Maßstab 1:22,5 lautet die normgerechte Bezeichnung Spur IIm.
„Spur G“ ist ein praktischer Sammelbegriff. Auf demselben Gleis fahren Modelle unterschiedlicher Maßstäbe und Vorbildspurweiten. Für stimmige Züge zählen deshalb auch Fahrzeuggröße, Kupplungen, Epoche und Bahngesellschaft. Wagenklassen-Beschriftungen in 1:22,5 helfen bei der Einordnung.
Grundlage: MOROP NEM 010
Modellspurweite für Spur G; bei 1:22,5 normgerecht als IIm für meterspurige Vorbilder.
Normgerecht wäre IIe auf 32 mm. LGB setzt viele sächsische Vorbilder systembedingt auf 45 mm.
Die gemeinsame Spurweite garantiert Fahrbarkeit, aber nicht gleiche Proportionen.
Sechs Epochen.
Sechs sichtbare Welten.
Eine Epoche ordnet Fahrzeuge, Beschriftungen, Signale und Gebäude zeitlich ein. Die Grenzen sind laut MOROP fließend; die Jahreszahlen für Deutschland überschneiden sich teilweise.
1835–1920
Länderbahnen
Regionale Staats- und Privatbahnen, farbige Dampfloks und individuelle Anschriften. Ein frühes sächsisches Bahnhofsthema passt hier besonders gut.
K. Sächsische Staatsbahn1920–1945
Reichsbahnzeit
Die Deutsche Reichsbahn vereinheitlicht Fahrzeuge und Kennzeichnungen. Bauarten werden geordnet, das Erscheinungsbild zunehmend standardisiert.
Reichsbahn ab 19201945–1970
Wiederaufbau
Dampf bleibt wichtig, Diesel und E-Traktion gewinnen an Boden. DB und DR entwickeln getrennte Erscheinungsbilder – ideal für klassische Bahnhofsszenen.
Bahnhofsschilder Epoche III1965–1990
Neue Nummern
Computerlesbare Fahrzeugnummern und neue Farbschemata prägen das Bild. Bei der DR gehören Mitropa und typische DDR-Bahnhöfe dazu.
DR/DDR-Bahnhof Epoche IV1985–2006
Bahnreform
Modernisierung, Produktfarben und ab 1994 die Deutsche Bahn AG verändern das Erscheinungsbild. Museumsbahnen bewahren ältere Fahrzeuge.
Bundesbahn-Beschriftungenab 2007
Gegenwart
Moderne Betreiber, Werbeloks und Museumsverkehr existieren nebeneinander. Historische Züge lassen sich glaubwürdig als Touristikverkehr zeigen.
HSB-BeschriftungenVon der Minenbahn
bis Santa Fe.
Amerikanische Gartenbahnen sind keine einzelne „Epoche“. Eine Westernszene kann die Pionier- und Goldgräberzeit des späten 19. Jahrhunderts zeigen, während Santa-Fe-Züge für die große normalspurige Fernbahn des 20. Jahrhunderts stehen.
Die Denver & Rio Grande wählte für Gebirgsstrecken eine Spurweite von drei Fuß (914 mm), weil enge Canyons und steile Pässe den Normalspurbau verteuerten. Solche Rocky-Mountain-Bahnen passen hervorragend zu Spur G.

Western & Schmalspur · ca. 1880–1940
Minen, Holz und Rocky Mountains
Kleine Dampfloks, kurze Wagen, Holzbauten, Wassertürme und staubige Ladegleise ergeben ein glaubwürdiges Motiv. Ein funktionierender Güterschuppen mit Mine oder Sägewerk wirkt stärker als reine Kulisse.

Santa Fe · große US-Railroad
Weite, Fernverkehr und klare Identität
Die Atchison, Topeka & Santa Fe Railway entstand 1859 und entwickelte ein weitreichendes Netz im Südwesten. Die rot-silberne „Warbonnet“-Lackierung wurde 1937 eingeführt. Lange Sichtachsen und Signale wirken hier oft besser als eine überladene Westernkulisse.

Szenenbau in Spur G
Eine Geschichte pro Anlagenteil
Bahnhofsnamen, Firmenreklame, Wagenanschriften und Gebäude erzählen, ob es sich um eine Minenstadt um 1890, eine Museumsbahn oder eine spätere US-Railroad handelt.
Western-Thema beschriftenDrei Bahnen,
drei Anlagenideen.
Alle drei Vorbilder fahren auf 750 Millimeter Spurweite – und zeigen doch unterschiedliche Landschaften und Betriebsabläufe.
Von Cranzahl aufs Dach Sachsens
Fichtelbergbahn
Die 1897 eröffnete Strecke führt in neun Stationen von Cranzahl nach Kurort Oberwiesenthal. Ihr markantestes Bauwerk ist das 110 Meter lange und 23 Meter hohe Hüttenbachviadukt. Mit 893 Metern liegt der Bahnhof Oberwiesenthal besonders hoch – ein reizvolles Vorbild für steile, waldreiche Szenen.

Der „Wilde Robert“ im mittelsächsischen Hügelland
Döllnitzbahn
Zwischen Oschatz, Mügeln und Glossen/Kemmlitz liegt ein 20 Kilometer langes Reststück des einst weit größeren Mügelner Netzes. Die Betreiberangaben nennen neun Bahnhöfe, acht Haltepunkte und zehn Brücken. Typisch sind die sächsischen IV-K-Loks.

Der „Lößnitzdackel“ zwischen Radebeul und Radeburg
Lößnitzgrundbahn
Seit 1884 verbindet die Bahn Radebeul Ost, Moritzburg und Radeburg. Ein Blickfang ist der 210 Meter lange Damm durch den Dippelsdorfer Teich. Das Vorbild verbindet Weinberge, Wald und Teichlandschaft.

Der Gleisplan folgt
dem Betrieb.
Soll ein Zug entspannt kreisen, sollen zwei Bahnhöfe verbunden oder vor allem Wagen rangiert werden?

Rundkurs
Dauerbetrieb; mit Ausweichgleis und verdecktem Abschnitt wirkt er weniger wie ein Oval.
Hundeknochen
Zwei Wendeschleifen erzeugen optisch Verkehr zwischen zwei Orten.
Punkt zu Punkt
Zwei Endbahnhöfe bieten Fahrplan- und Rangierbetrieb – ideal für Minen- und Nebenbahnen.
Modular erweitern
Zuerst die Hauptstrecke; Abstellgleise und Anschlüsse folgen später.
Eine Gartenbahn beginnt nicht mit dem Zug.
Sie beginnt mit einer verlässlichen Trasse.
Großzügige Radien
Die NEM-Moduldokumentation nennt für IIm 1.175 mm als kleinsten Radius. Mehr Radius sieht meist besser aus und schont Kupplungen.
Sanfte Steigungen
Lange, gleichmäßige Rampen sind besser als kurze Steilstücke. Übergänge weich ausrunden.
Entwässerung
Ein tragfähiger, wasserdurchlässiger Unterbau schützt vor stehender Nässe, Wurzeldruck und Frostbewegung.
Lichtraum testen
Die NEM 104 nennt für IIm 146 mm Grundbreite und 178 mm Höhe. In Bögen muss das Profil erweitert werden.
Details zuletzt
Wenn die Strecke zuverlässig läuft, folgen Schilder für Bahnhof und Strecke, Wagenklassen und Bahngesellschaft.
Grundlagen: MOROP NEM 981 D · MOROP NEM 104
Häufige Fragen zur LGB Gartenbahn
Welche Spurweite hat eine LGB Gartenbahn?
LGB fährt auf 45 Millimeter Modellspurweite. Für meterspurige Vorbilder entspricht das in 1:22,5 der normgerechten Spur IIm.
Ist Spur G immer exakt der Maßstab 1:22,5?
Nein. Spur G ist ein Sammelbegriff für Groß- und Gartenbahnen auf 45-mm-Gleis. Je nach Vorbild kommen unterschiedliche Maßstäbe vor.
Muss eine Gartenbahn streng in einer Epoche bleiben?
Nein. Eine klare Epoche wirkt besonders stimmig. Wer gern mischt, kann die Anlage zeitneutral gestalten oder einen heutigen Museumsbahnbetrieb darstellen.
Sind Westernbahn und Santa Fe dasselbe?
Nein. Westernanlagen greifen oft schmalspurige Minen- und Gebirgsbahnen auf. Santa Fe war eine große normalspurige US-Bahngesellschaft.
Fundiert statt nur
schön anzusehen.
Vom Vorbild zum Modell
Details geben deiner
Gartenbahn eine Geschichte.
Beschriftungen und Schilder für LGB, Spur G, deutsche Epochen sowie Western- und US-Themen.